Tauchsafaris Guadalupe

Fokus unter WasserGroßfisch, Seelöwen, Kelp
Wassertemperatur16 bis 22 Grad – je nach Tauchgebiet und Jahreszeit
Beste Zeit zum TauchenJuli bis November
TaucherfahrungMind. 50 TG/ AOWD oder vgl., Strömungserfahrung, gute Tarierung
TauchversicherungTauchversicherung ist Pflicht (AquaMed/DiveAssure/DAN oder vgl.)

Guadalupe Insel der Weißen Haie

Der Name “Isla Guadalupe” klingt zwar irgendwie nach Karibik, doch liegt diese Insel vor der Pazifikküste Mexikos, ca. 18 Bootsstunden vom Küstenort Ensenada entfernt. Ensenada ist auch der Ausgangspunkt für fast alle Tauchsafaris nach Guadelupe. Die Insel selbst liegt 240 km vor der Küste und ist 40 km lang und ca. 9 km breit. Der höchste Punkt der Insel liegt bei 1.298 Meter über dem Meeresspiegel. Es gibt ein ganz kleines Fischerdorf an der Westküste, Campo Oeste. Ein Großteil der durch Vulkanismus entstandenen Insel ist unfruchtbar und wüstenartig. Die Pflanzenwelt wurde während Walfängerzeiten sehr stark von eingeführten Ziegen geschädigt, die man in 2005 von der Inseln entfernt hat. Gleichzeitig wurde die Insel Guadalupe, wie auch die Gewässer drum herum, zum Biosphärenreservat erklärt.

Bekannt wurde Guadalupe in Taucherkreisen durch den “Great White”, der Weißen Hai. Auf der Insel Guadalupe leben riesige Kolonien von Seelöwen, die “Guadalupe Four Seals”, die nördlichen Seeelefanten und die Guadalupe Seebären. In den Gewässern rund um die Insel findet man verschiedene Arten von Walen, Delphinen und Haiarten, wie den Makohai oder dem Weißen Hai. Ebenso sind diese Gewässer sehr fischreich und riesige Thunfischschulen ziehen an der Insel vorbei. Guadalupe wird von einer kalten Stömung umspült, die Wassertemperaturen betragen im Jahresdurchschnitt zwischen 16 und 19 Grad und die Lufttemperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Die große Anzahl an Meeressäugern und die gemäßigten Wassertemperaturen scheinen wohl auch der Grund zu sein, weshalb sich der Große Weiße Hai hier heimisch fühlt.

Im Gegensatz zu Südafrika, das lange als das Weißhaimekka galt, herrschen in Guadalupe meist gute Sichtweiten von bis zu 30 Metern, was die Beobachtung des Mega Räubers deutlich erleichtert. Ebenso scheint die Anzahl der Tiere und deren Größe nochmal einen Tick gewaltiger zu sein, als im südlichen Afrika. Aber nicht nur die Bedingungen unterscheiden sich, sondern auch die Art der Durchführung des Käfigtauchens. Nach Guadalupe unternimmt man eine mehrtägige Tauchsafari. Wir haben die erfahrensten und besten Tauchboote mit der Nautilus Explorer und der Vortex dafür im Programm. Auch in Guadalupe gibt es die sogenannten Oberflächenkäfige, die an der Wasseroberfläche schwimmen und bis zu 3 Meter unter die Oberfläche reichen. Um einen perfekten Stand unter Wasser zu bekommen, wird man mit Bleigurten beschwert und die Luftversorgung erfolgt mittels langen Atemreglerschläuchen, die vom Mutterschiff hinabgelassen werden. Kein Luftanhalten und keine Flaschenschlepperei.
Ein Highlight sind auch die Tauchkäfige, die erst vor kurzem eingeführt worden sind. Hierzu wird ein Haikäfig auf ca. 10 Meter Tiefe mittels Kranseil hinabgelassen und man wird über einen Atemregler, der vom Mutterschiff hinabgelassen wird, versorgt. Die Erfahrung zeigte, dass die mächtigen Räuber nochmal interessierter an diese Käfige herankommen und es zu atemberaubenden Blickkontakten kommt. Ein unglaubliches Gefühl in die tiefschwarzen Augen eines Weißen Hais zu blicken. Alle Käfige haben ausreichend große Kameraöffnungen und jeder Fotograf und Videofilmer wird voll auf seine Kosten kommen. Besonders beliebt sind die “Scarface Photos”, bei denen man versucht einen Weißen Hai zu fotografieren, der den Taucher frontal mit leicht geöffnetem Maul anschwimmt und dabei aussieht, als würde er grinsen.

San Benitos & Cedros

Die San Benito Inseln liegen südlich von der Insel Guadalupe und 25 km westlich der Insel Cedros vor der Pazifikküste Mexikos. Die drei Inseln sind bis auf wenige Fischer unbewohnt und umringt von steilen Felsenklippen und riesigen Kelpwäldern. Der höchste Punkt befindet sich auf der Insel Benito del Este und liegt 421 m über dem Meeresspiegel. Auf den überwiegend kargen Inseln finden sich einige endemische Tier- und Pflanzenarten, wie den Benito Lizard.

Die Inselgruppe San Benitos steckt (tauch-) touristisch noch in den Kinderschuhen. Lediglich ein paar Ökotouristen und sehr wenige Taucher verirren sich hierher. Dies liegt unter anderem daran, dass die Inseln so abgeschieden liegen, dass man nur im Rahmen von Überführungstouren oder sehr wenigen Spezialtouren hierher kommen kann. Bei unserem letzten Besuch wurden wir überwältigt von der Schönheit und Unberührtheit der Insel. Die Unterwasserwelt in den großen Kelpwäldern und an den Riffen rund um die Inseln ist noch wild und ursprünglich. Am Abend sahen wir eine große Delphinschule mit mehreren tausend Tieren und dazwischen zwei Buckelwale, die sich, wie es erschien, dazu gesellten. Eine absolute Seltenheit noch so große Gruppen anzutreffen. Eine Attraktion sind die Seelöwen und Seeelefantenkolonien, sowie die “Guadalupe Four Seals”, die zu tausenden von Tieren in Gruppen über die Küste verstreut leben. Taucht man im Kelp oder an den Felsen entlang, dauert es nur wenige Minuten und die lebensfreudigen Tiere gesellen sich zu uns Tauchern. Neugierig und verspielt wirken sie, wenn sie ihre Pioretten schlagen und wie wild zwischen den Kelpwedeln hin- und herflitzen. Umso länger man mit ihnen verweilt, desto neugieriger werden sie und am besten können Sie nachvollziehen, was wir meinen, wenn Sie unser selbstgedrehtes Video ansehen, dass wir bei usnerem Aufenthalt in San Benito selbst gedreht haben.

Des Weiteren findet man im Kelp zahlreiche Rochenarten, Katzenhaie und verschiedene Fisch- und Krebsarten. Die tieferen Gewässer um die Inseln und der Seamounts beherbergen mehrere Haiarten, wie den Makohai und den Fuchshai. Meeressäuger, wie Buckelwale, Blauwale oder Delphine sind fast ganzjährig anzutreffen.


Rocas Aljios – Pazifikküste Mexiko

Rocas Aljios liegt südlich von San Benito und ca. 24 Stunden vor der Pazifikküste Mexikos inmitten des Pazifiks. Aus großen Tiefen steigt dieser Seeberg hervor, der seinen Urspung den vulkanischen Aktivitäten zu verdanken hat. Wenige Felsbrocken ragen aus dem Meer. Bei unserer Ankunft am Fels lagen dichte Nebelschleier über dem Meer und eine gruselige Stimmung lag in der Luft. Mitten im Nirgendwo befindet sich Rocas Aljios und macht neugierig auf das, was es hier wohl zu sehen gibt. Taucht man hinab, wird man erst mal überrascht von den Sichtweiten sein, die bei unserem Besuch locker mal 50 Meter betrugen. Die karge Unterwasserwelt ist geprägt von erkaltetem Lava Gestein, der eine irre Kulisse bildet. Leider verbrachten wir nur einen Tag an dem Felsen und folgende Auflistung stellt nur dar, was wir an diesem Tag gesehen haben. Was man tatsächlich hier erleben könnte, kann man auf die kurze Zeit nicht beurteilen, denn auch hier trafen wir einige Sportfischerboote an, die an dem Felsen den Thunas nachstellten. Die Wassertemperatur betrug 24 Grad und die Lufttemperatur 27 Grad.

Folgende Begegnungen hatten wir:

1 Hammerhai – Ansammlungen von Galapagoshaien (meist 5 – 10 Tiere, jedoch alles “Youngsters”, einige davon hatten Angelhaken im Maul) – 2 Adlerrochen – einige große Thunas – verschiedene Muränenarten, Oktopusse und “Clarion Anglefishes”, sowie weitere tropische Rifffische.

Rund um den Seeberg zieht sich ein breiter Rücken auf Tiefen von 10 bis 35 Meter, auf dem einige Pinnacles zu finden sind. Manche davon werden von starken Strömungen umspült. Am Rand dieses Rückens fällt das Meer auf mehrere hundert Meter Tiefe ab.

Die Lage und die an nur einem Tag gesichteten Tiere lassen auf mehr hoffen und die nächste Tour wird zeigen, was hier noch alles heimisch ist.

Reisezeit & Tauchbedingungen


Die Tauchsaison für Guadalupe beginnt im Juli und endet im November. Nur in diesem Zeit Fenster operieren die Tauchsafarischiffe in dieser Region. Die Plätze rund um San Benitos & Rocas Aljos sind meist nur während Überstellungsstouren erreichbar, die im Juni & November statt finden. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 16 und 22 Grad bei meist sehr guten Sichtweiten von 20 bis 20m an Guadalupe und 10 bis 20m vor Benitos.

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