Indonesien

Die Präsidialrepublik Indonesien mit ihrer Hauptstadt Jakarta mit ihren über 17.500 Inseln ist der größte Inselstaat der Welt. Über 270 Mio. Einwohner verteilen sich auf etwa die in etwas 6.000 bewohnten Inseln. Zu den Hauptinseln Indonesiens gehören Sumatra, Java, Sulawesi, die Westhälfte Neuguineas (West Papua), (Süd)Borneo und die Molukken. Indonesien ist ein unglaublich vielseitiges Land mit über 300 verschiedenen Völkern (die größten sind die Javaneser, die Sundanesen und die Malaien).

Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste in der ganzen Welt. Allerdings wird er so schnell vernichtet wie sonst nirgends, etwa 88 % des Holzes werden illegal geschlagen. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch am Zustand des Artenbestandes wieder, Indonesien hat die längste Liste an vom Aussterben bedrohter Arten. In den Regenwäldern findet man noch freilebende Säugetiere wie Elefanten, Tiger, Tapire und Orang Utans (speziell auf Borneo). In Indonesien leben nach WWF Angaben rund 75 % aller bekannten Korallenarten und mehr als 3.000 Fischarten.

Indonesien zählt zu den größten Regenwaldgebieten der Welt. In den meisten Gebieten ist ein immerfeuchtes Tropen-Klima bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95 % und es kann durch die vorherrschende Windstille ziemlich schwül werden. Die Temperaturen schwanken kaum und liegen im Mittel bei 25 bis 27 °C. Von Juni bis September herrscht ein trockenes Klima mit wenig Regen und von Dezember bis März bringen die Monsunwinde feuchte Luftmassen und viel Niederschlag. In manchen Regionen wie Java, den kleinen Sunda Inseln und den Aru Inseln können die Temperaturen aufgrund des Monsuns schnell mal innerhalb von 24 Stunden von 6 °C bis 12°C schwanken.

Das Archipel ist Teil des pazifischen Feuerrings (Vulkangürtel), der sich von Indonesien über die Philippinen und Neuseeland bis auf die andere Seite des Ozeans zur Westküste der USA und Südamerika zieht. Es ist aber entgegen der öffentlichen Meinung kein geschlossener Ring. Speziell für Indonesien bedeutet es eine hohe Ansammlung von teils aktiven Vulkanen, eine erhöhte seismische Aktivität von Erdbeben und ein allgegenwärtiges Risiko von Tsunamis.