Südafrika

Tauchen mit zahlreichen Haiarten

Republik Südafrika liegt am südlichsten Rand von Afrika und verfügt über eine mehr als 2.500 km lange Küstenlinie. Südafrika mit einer Fläche von 1,2 Mio. qkm, liegt an zwei Ozeanen, dem Indischen Ozean und dem Atlantik. Hauptstadt und Regierungssitz ist Pretoria. In Südafrika leben rund 42 Mio. Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Südafrika hat als Reiseland Einiges zu bieten, zahlreiche Nationalparks mit einer faszinierenden Tierwelt, lange Küstenabschnitte, interessante Städte, wie Kapstadt und hohe Berge mit schneebedeckten Gipfeln. Die Möglichkeiten sind schier endlos: Vom Forellenangeln in den Midlands über Shoppingtouren und Weinproben in den Anbaugebieten bis zum Fallschirmspringen ist hier alles möglich.

Elefant by Michael Christ

Tauchen in der Kap Region

Tauchen an der Kap Region ist nicht jedermans Sache, denn das Meer ist oft stürmisch, die Sicht ist nicht die beste und das Wasser weist Temperaturen von nur 14 bis 19 Grad auf. Trotz der widrigen Bedingungen lohnt ein Tauchstop in der Kap Region durchaus. In Gansbaai und in der False Bay gibt es zahlreiche Anbieter die Käfigtauchen mit dem "Weißen Hai" anbieten oder Schnorchelgänge mit Seelöwen.

Tauchbasen offerieren Tauchgänge in den Kelpwäldern, bei denen Sie ebenso Seelöwen antreffen und kleine Haiarten, wie Katzenhaie und die Siebenkiemer Haie. Die Felsen sind übersäht mit Krustentieren und Schwämmen in leuchtenden Farben. Ein weiteres Hailight sind Ausfahrten in Kapstadt auf die offene See in die Gewässer des Aghulas Stroms. Hier werden Touren angeboten, bei denen Sie mit Makohaien und Blauhaien tauchen können. Aber nicht nur taucherisch ist diese Region interessant. Von Juni bis Dezember gebären die "Southern Bright Whales" hier ihre Jungen und Walbeochbachtung der Extra Klasse ist meist schon von der Küste aus möglich. Atemberaubende Landschaften säumen die Küste.

Weisser Hai

 

Whale Watching

Tauchen an den Protea Banks

Die Protea Banks liegen rund 7 bis 8 km vor der südafrikanischen Ostküste, Shelley Beach und Margate sind die nächstgelegenen Orte. Durban liegt etwa 150 km entfernt.

Das lang gezogene Saumriff vor Südafrikas Ostküste glänzt nicht durch seine schönen Riffformationen, beim Tauchen in diesem Gebiet sind in allererster Linie die Haifischbegegnungen interessant. Die Wassertemperaturen an diesem Küstenabschnitt liegen bei durchschnittlich 21 Grad, die Sichtweiten unter Wasser variieren je nach Wetter und Windstärke zwischen 10 und 40 Metern.

Eine gewisse Erfahrung und mindestens 50 Tauchgänge sollte ein Taucher haben, da die Bedingungen, was Tiefe, Sichtweiten und Strömung anbelangt, anspruchsvoll sind. Zu den Protea Banks wird mit starken Zodiaks raus gefahren, die meist etwas ruppige Fahrt dauert in etwa 15 bis 20 Minuten.

In den Monaten November bis Mai wird in der Regel an der Südseite der Protea Banks getaucht, da sich dort in dieser Zeit der Thunfisch aufhält, was wiederum die Haie in diese Region lockt. Das Riff beginnt in einer Tiefe von 32 Metern und während des Tauchgangs treibt man entlang des Riffs mit der Strömung in südliche Richtung. Man taucht an kleinen Höhlen und Überhängen vorbei, nach etwa 15 bis 18 Minuten erreicht man einen flacheren Sandgrund, von dem aus langsam wieder aufgestiegen wird. Ein Tauchgang dauert hier normalerweise 45 bis 50 Minuten. Neben Rifffischen, Zackenbarschen und Gitarrenhaien hat man in dieser Zeit gute Chancen auf Bullen-, Tiger-, Hammer-, Schwarzspitzen- und Sandhaie.
Von Dezember bis März stehen die Chancen auf Walhaie gut, die in dieser Zeit entlang der Küste ziehen. Weiße Haie sind grundsätzlich das ganze Jahr über anzutreffen.

Ideal für Haibegegnungen sind schlechte Sichtweiten unter Wasser und viel Strömung. Von Juni bis Oktober finden die Tauchgänge an der Nordseite der Protea Banks statt. Die Strömung ist zu dieser Zeit meist sehr schwach, was ideal ist, um in den Höhlen und unter den Überhängen auf etwa 35 Meter Tiefe die zahlreichen Sandtigerhaie beobachten zu können. Diese Tauchgänge sind mit etwa 30 bis 40 Minuten Dauer recht kurz, jedoch ist bei 35 Metern Tiefe, bei der sich alles abspielt, die Nullzeit schnell erreicht. Gute Chancen hat man auf der Rückfahrt zur Küste auf Buckelwale, die in den Wintermonaten entlang der Küste ziehen.

Tauchen am Aliwal Shoal

Die Aliwal Shoal liegt ca. 5 km vor der Küste von Kwazulu Natal, etwa 50 km südlich von Durban. Das Riff war noch vor 100.000 Jahren eine Sanddüne, die durch einen Anstieg des Meeresspiegels überschwemmt wurde. Die Aliwal Shoal erhielt ihren Namen durch den Drei-Mast-Segler „Alival“, der im Jahre 1849 beinahe auf das Riff gelaufen wäre. Zwei Schiffe hatten weniger Glück: die Nebo und die Produce erfreuen heute die Herzen von Wrackfans. Der Grund jedoch, weshalb Taucher aus aller Welt in das Küstenstädtchen Umkomaas kommen, ist der große Fischreichtum und vor allem die Vielzahl der dort lebenden oder vorbei ziehenden Haie.

So kommen von Juni bis Oktober hunderte von Sandtigerhaien ihrer Beute - den Sardinen - folgend, an die Shoal. An den Tauchplätzen „Cathedral“ und „Raggies Cave“ kann der Taucher dann bis zu 30 dieser gefährlich aussehenden, aber ausgesprochen ruhigen Haie beobachten. Weltweit gibt es wohl keinen vergleichbaren Ort, an dem derartige Begegnungen möglich sind. Spitzenfotos sind hier garantiert! Und sollten die „Raggies“ einmal nicht anzutreffen sein, so bietet die Aliwal Shoal mit ihrem enormen Fischreichtum immer noch genügend Potential für unvergessliche Tauchabenteuer. Große Zackenbarsche, Stachelrochen, diverse Skorpionfische und Kaiserfische sind häufig zu beobachten. Mit etwas Glück kann man auch die seltenen Pineapple- und Paperfische antreffen.

Tigerhaie an Aliwal

Von Dezember bis März ziehen Walhaie die Küste entlang Richtung Norden.

Das absolute Hailight sind jedoch Tauchgänge mit den afrikanischen Tigerhaien. Die beste Zeit für dieses „Once in a lifetime“ Erlebnis sind Oktober/November und Mai bis Juli.

Der Tag beginnt bereits mit einer homöopathischen Dosis an Adrenalin, wenn man mit dem reichlich motorisierten Schlauchboot die Brandungszone durchquert und dabei schon mal ein wenig durchgeschüttelt wird. Die Fußschlaufen im Boot haben also durchaus ihre Berechtigung. Im Anbetracht dessen, was einem dann noch bevorsteht, ist dieser kurze Ritt aber nicht mehr als eine Randnotiz. Am nur etwa 15 Meter tiefen Tauchplatz im Süden der Shoal angekommen, beginnt das gespannte Warten, welche großen Jäger sich durch die Ködertrommel anlocken lassen. Sobald dann die ersten Rückenflossen durchs Wasser pflügen, steigt der Adrenalinspiegel dann schon gewaltig an. Erwähnte Rückenflossen gehören üblicherweise zu Schwarzspitzen-Hochseehaien, die bei diesem Tauchgang mitunter zu dutzenden ums Boot kreisen. Bei der Rolle rückwärts muss man aufpassen, keinem dieser Räuber eine Beule zu verpassen.

Unter Wasser verwandelt sich dann die Anspannung in grenzenloses Staunen. Schnell wird klar, dass die beeindruckend großen Tigerhaie problemlos ohne Käfig zu beobachten sind, vorausgesetzt man hält sich an die von den sehr erfahrenen Guides im ausführlichen Briefing gegebenen Anweisungen und Empfehlungen. Dies gilt ganz besonders dann, wenn man das Glück hat, neben den Tiger- auch Bullenhaie vor die Linse zu bekommen. Auch das ist nämlich von Oktober bis Mai keine Seltenheit. Von Mai bis Juli hat man dann die Chance Kupferhaie zu sehen. Unterm Strich ist dies mit Sicherheit ein Tauchgang, an den man sich ein ganzes Taucherleben lang erinnert

copyright by Tauchertraum