Malediven
Die Malediven – ein tropischer Inseltraum
Was für die einen lange palmengesäumte, weiße Sandstrände neben türkisblauem Wasser sind, ist für die anderen die farben- und formenfrohe Unterwasserwelt, wenn man von den Malediven spricht.
Der südwestlich von Indien und Sri Lanka gelegene tropische Inselstaat umfasst 26 ringförmige Atolle. Der Ursprung des Wortes Atoll, entstammt sogar der maledivischen Sprache und heißt sinngemäß „ringförmige Ansammlung von Koralleninseln“. Kein Wunder, denn Korallenriffe bestimmen nicht nur das Bild unter Wasser, sondern auch jenes der Inselgruppe und ihrer Koralleninseln. Sie sind wichtiger Bestandteil des gesamten Ökosystems und äußerst sensible Gebilde. Jede kleine Veränderung der Wassertemperatur als auch unbedachte Eingriffe seitens des Menschen können dramatische Auswirkungen haben. Nicht zuletzt erweisen sie sich nützlich für das Land oberhalb des Wasserspiegels. Die vorgelagerten Riffe bieten den einzigen Schutz vor den heftigen Monsunstürmen und sind wahrliche Wellenbrecher. Sie schützen die Ufer und Inseln, die ohne diese keine Chance hätten.
Spätestens jetzt wird einem dieses großartige Zusammenspiel zwischen Korallenriffen, Wetterbedingungen und den Inseln bewusst. Umso wichtiger, dass wir Taucher auf diese Schönheit achten, ohne sie wäre jeder Tauchgang nichts wert. Ein einziger Flossenschlag kann vieles zerstören und große Auswirkungen haben. Unter Wasser bewusst einen gesunden Abstand zu halten, sorgt dafür, dass Koralle, Riffe und Lebewesen geschützt bleiben.
Insgesamt 1.190 Inseln gehören zu den Malediven, wovon 220 bewohnt sind. Auf nur knapp über 80 Inseln haben Touristen Zugang.
Die 19 Inselgruppen der Malediven sind genauer betrachtet das Ergebnis von knapp über der Wasseroberfläche herausragenden Spitzen eines Unterwassergebirges, die sich über 871 Kilometer südlich des Äquators erstrecken. Die höchste Erhebung auf diesen Inseln misst gerade mal 2,4 Meter.


