Komodo Nationalpark

Tauchen zwischen Mantas, Nacktschnecken und Komodowaranen

Der Komodo Marinepark liegt 200 nautische Meilen östlich von Bali. Die Inseln Komodo und Rinca mit ihren berühmten Waranen befinden sich zwischen den beiden Inseln Sumbawa und Flores. Der Komodo Marinepark wurde 1991 zum Weltkulturerbe erklärt und gehört zu den größten geschützten Gebieten weltweit. Die Insel Komodo ist, wie Bali, Sumatra und Java, vulkanischen Ursprungs. Die 35 km lange und 15 km breite Insel Komodo ist bergig, mit unzähligen Palmen, Regenwald und Bambus Wald bewachsen und besitzt eine unregelmäßige Küste mit felsigen Landspitzen und Buchten mit Sandstränden.

Über 150 Vogelarten wurden auf den Inseln gezählt. Der Komodo Marinepark gehört zu den artenreichsten Gebieten der Welt:

Über 260 riffbildende Korallen, 70 verschiedene Schwammarten, über 1.000 verschiedene Arten an Knorpel- und Knochenfischen, Meeresreptilien und Meeressäuger wurden bisher entdeckt. Die Tauchplätze um Komodo sind sehr abwechslungsreich, vor allem Makrofans kommen hier voll auf ihre Kosten, aber auch Großfisch trifft man an.

In der Zeit von August bis Dezember stehen die Chancen auf Mantas besonders gut.In letzter Zeit hört man, dass wieder immer mehr Großfisch im Marinepark gesehen wird, was wohl ein Erfolg des Schutzes dieses Gebietes ist.

Regenzeit ist von November bis März, Trockenzeit von Mai bis Oktober. Die Regenzeit ist jedoch nicht sehr ausgeprägt, so dass es meistens am Morgen oder am Abend zu einem oder mehreren heftigen Regenschauern kommt. Komplett verregnete Tage sind die Ausnahme.

Tauchen ist grundsätzlich das ganze Jahr über möglich – nur im August kann es etwas windiger sein und im Februar kann es hin und wieder heftiger regnen.

Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 24 und 30 Grad. In diesem strömungsreichen Gebiet können die Wassertemperaturen jedoch manchmal auch nur bei 16 Grad liegen.

Komodowaran

Tauchen in Komodo

Horse Shoe Bay (Süd-Rinca)
Diese wunderschöne, von steilen grünen Berghängen umgebene, Bucht ist ein idyllischer Inseltraum ganz nach dem Motto Jurrasic Park. Schweift der Blick in Richtung Strand sieht man hier regelmäßig Wildschweine und Affen entlang wandern und dort, wo potentielle Beute ist, lassen auch die Komodowarane nicht lange auf sich warten. Für uns Taucher hält die Bucht an den Tauchplätzen Cannibal Rock und Torpedo Alley wunderschöne intakte Riffe mit einzigartigem Weichkorallenbewuchs bereit. An vorgelagerten Plätzen findet man große Schulen an Makrelen, Barrakudas und Fledermausfischen. Das kühlere Wasser hier im Süden bringt viele Nährstoffe mit sich und deshalb ist die Sicht nicht immer so gut wie im Norden Komodos. Dafür gibt es hier Lebewesen, die man im Norden nicht findet. Zum Beispiel Rinophias und einige Frog Fish Arten. Das nährstoffreiche Wasser lockt aber auch Delfine, Mantas und manchmal auch einen Walhai an oder mit etwas Glück Mondfische.

Komodo-Batfish

Manta Alley & Komodo Island South Pinnacles
Manta Alley ist, wie der Name schon sagt, ein Platz für Manta Tauchgänge. Auch hier im Süden von Komodo ist das Wasser in der Regel etwas kühler und voller Leben. An den zerklüfteten Felsen und Riffen herrschen zum Teil starke Strömungen, die Fischschwärme, wie Snapper und Makrelen, anlocken. Zwischen den Felsen kreuzen Schulen an Büffelkopfpapageifischen und des Öfteren der ein oder andere Riffhai. Das Highlight jedoch sind die Putzerstationen, an denen sich regelmäßig große Mantas von ihren Parasiten befreien lassen. Die Anzahl der Mantas, die hier gesichtet werden, schwankt von Tag zu Tag zwischen 1 und 20 Tieren. Des Öfteren tauchen auch Mondfische auf, um sich reinigen zu lassen. Nicht zu verachten sind auch einige vorgelagerte Tauchplätze an den Pinnacles, die stark umströmt sind, jedoch wie Magneten für Fischschwärme, Haie und Thunas wirken.

Komodo Kanaltauchplätze, wie Batu Bolong, Batu Tiga und Takat Makassar
Strömungsreichere Tauchgänge an wunderschönen Riffen mit Chancen auf pelagische Fischarten. Makrelenschwärme und Schildkröten ziehen vorbei. Takat Makassar, ein sehr flaches Tauchgebiet, wirkt wie eine Düse. In 5 - 10 Metern Tiefe schwebt man vorbei an zahlreichen schön bewachsenen Korallenblöcken, die als Putzerstation für Mantas und Adlerrochen dienen und immer wieder kreuzen auch Schwarzspitzenhaie den Weg. Ein „Easydive“ mit großem Potential.

Grauer-Riffhai

Gili Lawa Laut - Crystal Rock & Castle Rock
Gili Lawa Laut und seine Tauchplätze Crystal Rock und Castle Rock sind weltweit bekannt. Die beiden vorgelagerten Felsenriffe werden zum Teil stark umströmt und sind Garant für Fischsuppe pur. Riesige Schwärme an Füsilieren ziehen an den Felsen entlang und erwecken den Eindruck einer nie endenden Fisch Autobahn. Immer wieder stoßen Makrelen und Thunas in die Fischmengen, um sich ein stattliches Mahl zu gönnen und sehr häufig lassen auch die Haie nicht lange auf sich warten. Grauhaie, Weißspitzenhaie und Schwarzspitzenriffhaie gibt es hier regelmäßig zu sehen, aber auch große Adlerrochen, Napoleons, Grouper und Snapperschwärme sind hier heimisch. Auch Schildkröten gehören zu den ständigen Besuchern und wer trotz den großen Fischen noch Zeit findet einen Blick in die Spalten zu werfen, der wird auch hier eine Menge Kleinstlebwesen finden.

Sweetlips

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