Rangiroa

Tauchen mit Delfinen, Mantas und Silberspitzenhaien

Rangiroa, in der Landessprache „der große Himmel“, ist das größte Atoll Französisch Polynesiens. Die riesige Lagune von Rangiroa ist 80 km lang, 20 km breit und bis zu 35 Meter tief. Ein Ring aus 240 Motus (kleine Inseln) umrunden die Lagune mit zahlreichen Kanälen hin zum offenen Meer.

Als die Inseln vor Millionen von Jahren noch gebirgig waren, konnten sich dort, wo von den Bergen Flüsse ins Meer mündeten, keine Korallenkolonien entwickeln. Diese Lücken im Riff sind die heutigen Passagen zwischen Lagune und Meer. Im Nordwesten des Atolls sind mehrere Motus durch Brücken miteinander verbunden. Über diese Motus führt eine 10 km lange Straße, an der der Flughafen Rangiroas und die zwei Dörfer Avatoru und Tiputa liegen. Rangiroa ist eine der am meisten touristisch geprägten Inseln der Tuamotus. Zwei Hotels und zahlreiche Pensionen, ein paar Restaurants, kleine Supermärkte und Geschäfte, eine Tankstelle, Perlenfarmen und ein Weingut findet man in und zwischen den Dörfern Tiputa und Avatoru auf Rangiroa.

Rangiroa

Tauchen in Rangiroa

Tauchen in Rangiroa machen in erster Linie Tauchgänge in den beiden Pässen, dem Avotoru Pass und dem Tiputa Pass, aus.

Der berühmte Tiputa Pass mit seinen nicht zu unterschätzenden Strömungen bietet das ganze Jahr über spannende Tauchgänge. Je nach Jahreszeit trifft man hier unter Wasser neben den üblichen Riffbewohnern verschiedene Tiere an. Von Dezember bis Februar paaren sich die Adlerrochen und man sieht ganze Schulen auf dem ca. 60 Meter tiefen Plateau des Passes vorbeischweben. Dieses Spektakel lockt die großen Hammerhaie, auf deren Speiseplan u. a. Adlerrochen stehen. Im Mai findet dann die Paarungszeit der Grauen Riffhaie statt und im Juli und August die der Grouper. Ganzjährig sieht man im Pass zahlreiche Graue Riffhaie, Weißspitzriffhaie, Schildkröten und riesige Fischschwärme. Auch Delfine trifft man regelmäßig unter Wasser an und mit etwas Glück sind die intelligenten Tiere zum Spielen aufgelegt und begleiten die Taucher während des Tauchganges. In jedem Fall sieht man die Delfine jedoch vom Ufer des Tiputa Passes aus - zu bestimmten Tageszeiten - in der Mitte des Kanals springen.

Am Avotoru Pass dagegen steht Haifütterung auf dem Programm. In etwa 10 Meter Tiefe werden mit einem speziellen Köder Silberspitzhaie angelockt. Diese eleganten, scheuen Räuber bekommt man als Taucher eher selten zu Gesicht, dieser Tauchgang ist daher etwas Besonderes. An den Außenseiten der Kanäle und des Riffs kann theoretisch alles Große vorbeikommen. Vom Marlin bis zum Walhai ist alles möglich. In der Lagune Rangiroas warten einige Tauchplätze, wie z.B. das Aquarium, mit tausenden farbenprächtigen Rifffischen. Auch weiter entfernte Plätze mit schönem Korallenbewuchs werden von einigen Basen neuerdings angefahren.

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