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Ein paar Eindrücke zu Coiba



Coiba Wildcoast copyright 2008 Michael Christ www.tauchertraum.com
Wilde Küste Coibas
Fischmix Coiba copyright 2008 Michael Christ www.tauchertraum.com
Bunter Fischmix bei Coiba




















Coiba National Park
Chiriqui /
Panama

Coiba Nationalpark

Der Coiba Nationalpark ist ein wahrer Geheimtipp für uns Taucher. Kein Massentourismus, wilde Natur, eine riesige Artenvielfalt über und unter Wasser und endlos scheinende mit Palmen gesäumte Sandstrände. Der Nationalpark Coiba liegt vor der Pazifikküste Panamas in der Provinz Chiriqui und umfasst eine Fläche von 27.000 qkm und 38 Inseln, wie Jicaron und Jicarita und einen Teil des Pazifiks rund um die Inseln. Hier befindet sich auch ein großes Korallenriff. Seit 2005 steht der Coiba Park auf der Liste der Unesco als Weltnaturerbe. Vor ca. 12.000 Jahren wurde die Insel Coiba vom Festland abgetrennt und es entwickelte sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt mit vielen endemischen Arten, wie dem Coiba Brüllaffen, den Coiba Aguti, eine Unterart des Südopposums und des Weißwedelhirsches. Die Zahl der hier anzutreffenden Pflanzenarten wird auf 1.450 geschätzt und bislang wurden 760 Fischarten, 23 Wal- und Delphinarten und 33 Haiarten gezählt. Dass Coiba einst mal eine Gefängnisinsel mit bis zu 3.000 Häftlingen war, ist heute nicht mehr zu sehen. Jeder Zentimeter wird von Urwald bedeckt und lediglich eine Ranger Station und die paar Besucher zeugen von Zivilisation. Viele Flüsse durchziehen die Insel und Wasserfälle stürzen ins Meer. Was viele nicht wissen, Coiba gehört zum Marineschutzkorridor "East Tropical Pacific", dem 5 Nationalparks angehören, wie Cocos, Galapagos, Malpelo, Gorgona in Kolumbien und Coiba. Er umfasst 211 Millionen Hektar und ist grenzübergreifend. Er spielt eine wichtige Rolle für die Wanderung der Fischschwärme und vor allem der Hammerhaie, denn man stellte fest, dass die Hammerhaischulen zwischen diesen Nationalparks wandern.

Alle Inseln entstanden durch vulkanische Aktivitäten, was an einigen Stellen heute noch zu sehen ist. Das Meer fällt unweit der Inseln auf mehrere tausend Meter Tiefe ab.

Klima & Tauchbedingungen in Coiba

Das Klima in Coiba ist tropisch feucht. Das ganze Jahr über kann es zu plötzlichen Regenschauern kommen. Die eigentliche Regenzeit ist von Mai bis Dezember und von Januar bis Mai die Trockenzeit, wobei Verschiebungen im Rahmen des allgemeinen Klimawandels auch hier berücksichtigt werden müssen. Die Lufttemperaturen betragen ganzährig zwischen 26 und 30 Grad. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig bei 27- 29 Grad an der Wasseroberfläche, in der Tiefe meist nur noch bei 24 Grad und trifft man auf kalte Strömungen kann an einigen Plätzen die Temperatur auf 19 Grad abkühlen.

Coiba wird von mehreren Meeresströmungen umspült, die in der Trockenzeit meist kaltes und nährstoffreiches Wasser mit sich bringen. Zudem bläst ein stetiger Nordwind, der für die trockene Periode sorgt. Mit dem kühlen Wasser kommen Planktonliebhaber, wie Mantas, große Schulen migrierender Fische, Stachelrochen, Schwertfsiche und sogar Killerwale nach Coiba. Die Sichtweiten betragen in dieser Zeit zwischen 5 und 30 m. Es enstehen Sprungschichten und die Sichtverhältnisse verändern sich mit ihnen. In aller Regel liegt die Sicht im kühlen Bereich zwischen 5 und 10 m und im wärmeren Bereich bei 20 bis 25 m.

In der Regenzeit flaut der Wind ab, das Meer wird ruhiger und die Wasseroberflächentemperatur sinkt auf 25 bis 26 Grad. Die Sichtweiten betragen meist zwischen 12 und 25 m. An Flussmündungen kann es zu stärkeren Sichteinbußen kommen, aufgrund der Sedimenteinträge der Flüsse. Am Nachmittag kommt es meist zu Gewittern und starken Regenschauern. Die regenreichsten Monate sind September und Oktober. In diesen Monaten frischt auch der Wind auf und es kann etwas rauer werden auf See.

Von Juli bis Oktober versammeln sich Buckelwale mit ihren Jungen um Coiba.


Strand auf Coiba copyright by Michael Christ www.tauchertraum.com 2008
Strand auf Coiba

Tauchplätze in Coiba und Sichtungen auf Basis der langjährigen Erfahrung unserer Partner und eigener Touren

Entgegen vielen Berichten ist Coiba kein Garant für regelmäßige Großfischsichtungen, aber die Warscheinlichkeit, auf welche zu treffen, ist sehr groß. Die Gewässer sind extrem fischreich und auf eigenen Touren haben wir Ammenhaie, Weisspitzhaie, Hammerhaie, Thunas, Marline und einen Walhai gesichtet. Vorbeiziehende Wale und Delphine bei fast jeder Tour. Zum Teil hatten wir gigantische Fischschulen an Snappern und Makrelen. Muränen und Krustentiere sind allgegenwärtig. Unsere Partner vor Ort berichten von gelegentlichen Sichtungen von Tigerhaien und anderen großen Haiarten. Kunden berichteten von Schulen mit Hunderten an Mobulas. Dennoch ist das Tauchen tückisch, vor allem an den vorgelagerten Plätzen, wie zum Beispiel der Hannibal Bank. Dieses Riff liegt 30 bis 40 m unter der Oberfläche und wird von starken Strömungen umspült. Was man hier zu sehen bekommt hängt stark von der richtigen Strömung, Tageszeit usw. ab. Vorhersagen sind schwierig. An diesem Platz hatten wir selbst schon von gar nichts bis hin zu Weltklassetauchen. Einmal war das Riff wie ausgestorben und beim nächsten Tauchgang fanden wir Hammerhaischulen mit bis zu 30 Tieren und dichte Wolken an Makrelen und Snappern. Somit gehört immer etwas Glück mit dazu, aber die Chancen stehen gut. Dies trifft auch auf die anderen Seamounts und exponierten Tauchplätze rund um Coiba zu, aber unsere Partner haben langjährige Erfahrung in diesem Gebiet und wissen, wann es wo gut ist zum tauchen. Die küstennahen Gebiete sind beständiger. Stachelrochen, Adlerrochen, Gruppen an Weisspitzenhaien und zahlreiche Fischarten, wie Kaiser-, Falter- und Doktorfische haben wir hier gesehen. Der Bewuchs ist spärlich, was für diesen Teil des Pazifiks typisch ist, aber an vielen Stellen wachsen Korallen an den Felsen und es sind kleinere Riffe zu finden. Auch Freunde der kleinen Lebewesen kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Nacktschnecken, Krebse, Molusken, Seepferde bis hin zum Anglerfisch sind hier heimisch. Immer wieder trifft man auch auf Schildkröten, die die Sandbuchten der Inseln für die Eiablage aufsuchen.


copyright Michael Christ www.tauchertraum.com


Wie taucht man in Coiba?

Die beste Art, um die über 30 bekannten Tauchplätze rund um Coiba zu betauchen ist natürlich auf Tauchsafari zu gehen, aber es gibt auch die Möglichkeit an Land zu wohnen und an täglichen Ausfahrten teilzunehmen. Unser Partner Coiba Expedition bietet diese Tagesausflüge ab Puerto Mutis an und startet auch hier mit dem eigenen Liveaboard, der Yemaya 2. Der Katamaran Inula, unser zweites Tauchsafarischiff in Panama, startet von David aus und bietet ebenso ganzjährig Touren rund um Coiba an.


Ein Wort von Michael

Coiba und deren Gewässer sind Neuland in der Taucherszene und lohnen für alle Taucher, die viel Fisch sehen wollen. Korallenfans bleiben im Vergleich zu asiatischen Zielen auf der Strecke, hier dominieren Fischschwärme und die dazu gehörigen Jäger, die Haie. Vieles ist noch unentdeckt und die Tauchbedingungen haben so ihre Tücken, aber Individualisten, die es zu schätzen wissen, noch Tauchplätze zu entdecken und fernab vom Massentourismus in noch unberührter Natur zu tauchen, werden hier ein fantastisches Tauchgebiet vorfinden. Es lohnt auf alle Fälle eine Reise nach Coiba, egal ob als reine Coiba Tauchsafari oder in Kombination mit den Top Zielen Malpelo oder Cocos.





































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