Hallo Michael,
wie versprochen, melde ich mich noch einmal zur Gruppenreise Franz. Pol. Ende Sep / Anf. Oktober 2009. Die Reise war super organisiert und von unseren Vorstellungen her genauso durchgeführt wie geplant. Auch die Zusammenstellung der 3 Stationen hat uns sehr gut gefallen.
Moorea ( 7 Nächte ) :
Die Unterkunft war sehr schön gelegen mit Blick auf den Ozean, Mücken haben uns verschont. Nach der 37 stündigen Anreise von Tür zu Tür haben wir in Stunde 38 beim Schorcheln in der Lagune unseren ersten Zitronenhai begrüßt. Auch die Tauchgänge haben balzende Zitronenhaie inmitten von Schwarzspitzhaischulen gezeigt, und wir waren mittendrin. Das Highlight waren natürlich die Schnorchelgänge mit den Buckelwalen hautnah (wow, es gibt nur drei Orte weltweit, an denen man als Tourist zu den Tieren ins Wasser gelassen wird). Wir waren dreimal für jeweils 3-5 Stunden auf dem Wasser und haben alles gesehen,brauchen aber noch lange zur geistigen Verarbeitung). Am Ende haben wir dann noch die ständig anwesenden ca. 20 Adlerrochen und ebenfalls ca. 20 Stachelrochen in der Lagune besucht. Letztere sind zutraulich und klettern im bauchtiefen Wasser an den Besuchern hoch !!
Rangiroa ( 7 Nächte ) :
Ebenfalls eine schöne Unterkunft direkt am Ozean, Mücken für uns erträglich. Die Tsunami-Warnung hat funktioniert. Aber die Evakuierung aus der Hütte von 1m über NN in die Bar mit 2m über NN war überflüssig ; der Tsunami hat uns verschont. Dafür ist am nächsten Tag der Supermarkt direkt neben dem Hotel abgebrannt und wir wurden wieder evakuiert durch die dichten schwarzen Rauchwolken hindurch. Kein Schaden am Hotel !Die Tauchgänge im Tiputapass und Avatoru-Kanal waren Spitze. Riesige Schulen von Grauen-Riffhaien auf 50-60m , die französischen Tauch-Bestimmungen sind leider sehr restriktiv, als Advanced-Taucher ist man auch mit mehreren hundert Tauchgängen immer noch in der Anfängergruppe, während Taucher mit nur 50 Tauchgängen und "höherer" Qualifizierung besser gestellt sind ?!? Ebenfalls gesichtet wurden Schwarzspitzen-, Weißspitzen-, Silberspitzen-, Seiden-Haie und ein Hammerhai.
Als Besonderheit gibt es 2 "wilde" Delfine, die aber zum Streicheln an die Taucher kommen. Leider hat der Basisleiter Ugo den mit uns erstellten Film verwechselt und uns stattdessen den Film mit einer fremden Gruppe verkauft. Mit ca. 15 Mantas konnten wir auf der Tauchrückfahrt ebenfalls noch hautnah schnorcheln. Noch zu erwähnen : die Ausfahrten werden mit Schlauchbooten vorgenommen. Rolle rückwärts ins Wasser ist ok, aber raus aus dem Wasser ohne Leiter nur an einem Arm ist für ältere Semester mit Rückenproblemen oder Tennisarm schon eine sportliche Herausforderung. Dafür entschädigte aber die sehr engagierte Tauchbasis-Truppe, die alles im Rahmen liegende möglich gemacht haben.
Fakarava ( 5 Nächte ) :
Wie vorgewarnt, eine sehr einfache Pension am Ende der Welt, die aber wohl mit am längsten in einer positiven Erinnerung bleiben wird. Unsere 12er Gruppe (von 35 - 71 Jahre) war fast ganz alleine dort in 6 Hütten direkt am Tetamanu-Südpass (für eine Nacht kam noch ein Safari-Katamaran, der nicht gestört hat). Das Essen ist natürlich einfach (überwiegend Fisch, Hühnchen, Reis, Kartoffeln und Weißbrot), für 5 Nächte auszuhalten. Dafür entschädigt die phantastische Lage mit Aquarium vor der Tür. Im Aquarium natürlich alle bunten Fische, Muränen, Oktopus, ein zahmer ausgewachsener Streichel-Napoleon und jede Menge Schwarzspitzen-Riffhaie im knietiefen Wasser.
Der Pass/Kanal selber ist sehr einfach zu betauchen (Rolle rückwärts rein und an der Hütte zu Fuß/Flosse wieder raus. Das Equiptment kann man einfach über Nacht liegenlassen (man ist ja allein). Der Diveguide Nicolas ist ein wenig speziell, aber wir sind schon klargekommen. Der Kanal ist ca. 30m tief und die Riesenschulen von grauen Riffhaien (200++) stehen alle dort und können/müssen/dürfen hautnah durchtaucht werden !! Ebenfalls dort ist eine Schule von Schwarzflossenhaien zu bestaunen ( ... limbatus / blackfin ).
Tahiti ( 2 Nächte ) :
Das Hotel entspricht dem gehobenem europäischen Standard und hat neben dem Pool einen Zugang zum Ozean mit schwarzem Vulkanstrand. Ich persönlich hätte nur eine Nacht zum Abschluß und zur Erholung gebraucht, die Rundreise um die Insel kann man machen, quer durch die Insel ist ein wenig besser, aber ansonsten gibt Tahiti für mich als Taucher wenig her.
Gesamteindruck :
Der hohe Reiseaufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt, wir waren an allen Stationen vollauf begeistert. Die Reisebeschreibung hat voll mit den Erwartungen übereingestimmt und wir hatten Erlebnisse, die so wohl nur sehr selten zu finden sind. Wir werden Dich und Deine Gruppenreisen weiterempfehlen und bedanken uns für die hervorragende Betreuung vor und während der Reise.
Bis zum Nächsten mal mit freundlichem Flossenschlag
Iris und Jürgen Barschat
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Silberspitzenhai
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Süßlippen
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Blacktip Sharks bei Tetamanu
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