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copyright Ruth Baumgartner Wülser 2009 zur Verfügung gestellt an tauchertraum.com

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Reisebericht von Ruth Baumgartner Wülser & Jürg Wülser
Peleliu - Palau - Oktober 2009

Unsere dritte und letzte Woche verbrachten wir auf Peleliu. Die Insel ist bekannt wegen ihrer 2.Weltkrieg-Geschichte. Überall auf der Insel können Interessierte die Spuren noch besichtigen. Wir waren aber einfach zu Tauchen und zum „Seele-baumeln-lassen“ da. Und dafür ist nun das Dolphin Bay Resort  http://www.dolphinbay-resort-peleliu.com absolut geeignet! Aber auch hier gleich die klare Message: es hat keinen Strand bzw. es hat eine Sandterrasse mit Liegestühlen gleich vor den Bungis, man kann aber nicht baden! Das Wasser ist bis zur Riffkante (weit, weit weg) zu wenig tief, zu felsig und überall hat es Seegras, das bei Ebbe übrigens auch nicht so angenehm riecht. Aber so ist Mutter Natur nun halt und wem das nicht passt – die Malediven bieten ein solches Drumherum für weniger Geld! Und bei Voll- bzw. Neumond greifen die Sandfliegen zu Tausenden an! An all den anderen Tagen sind es lediglich die Moskitos – als genug Anti Brumm o.ä. mitnehmen. Es gibt kein Nachtleben auf Peleliu! Man geht früh zu Bett, damit man für all die schönen TG am nächsten Tag fit ist. Wer mit alledem gut leben kann, findet dort ein einzigartiges Paradies! Das Ressort hat nur 7 Bungalows – sprich höchstens 14 Personen. Wir vier Schweizer und ein deutsches Paar waren aber die einzigen Gäste!

Die Bungis sind klein aber fein! Godwin und Mayumi pflegen ihre Anlage mit Liebe und das merkt man. Es stimmt alles, das Personal ist unheimlich nett und das Ganze hat eine familiäre Note. Am Morgen wird ein reichhaltiges Frühstück serviert und für den Mittag gibt’s ein äusserst liebevoll eingepacktes Lunchpaket mit einem Sandwich, einer Frucht und einem selbst gebackenen Cookie. Oder man bestellt sich auch hier das kalte Reisgericht – was auch ganz gut schmeckt. Am Abend wird ein Menü gekocht – asiatische Richtung – und das wird einem dann zur gewünschten Zeit serviert. Und das ist immer sehr, sehr lecker!

Zum Tauchen – auch hier einfach nur toll. Die Peleliu Divers (gehören zum Dolphin Bay Resort) fahren teilweise dieselben Tauchspots an, wie die Tauchbasen von Koror (also auch Blue Corner). Aber Peleliu hat noch eigene Spots, die ausschliesslich durch die örtlichen Tauchbasen angefahren werden. Die Boote sind einfach (aber auch schnell und laut). Da das deutsche Paar wegen eines Ohrenleidens nicht tauchen konnte, waren wir vier die einzigen Tauchgäste. ;-) Für die ganze Zeit hatten wir ein und denselben Guide – Jesse. Er machte seine Sache gut – auch wenn die Briefings hier nicht so üppig ausgefallen sind. Aber nach 2 Wochen Mikronesien kann man sich die Tauchplätze in etwa vorstellen. Den Riffhaken hat man mittlerweile völlig im Griff – denn auch hier wird er bei einigen TG eingesetzt. Peleliu Cut ist fast so gut wie der Blue Corner und auch die anderen Spots sind heiss.

Die Oberflächenpausen werden hier nur selten auf dem Boot verbracht. Taucht man die Spots von Peleliu, dann macht man im Südhafen (künstlicher Hafen aus dem 2. Weltkrieg) Mittagspause. Wen man die Spots in den Rock Islands anfährt, rastet man eine Stunde lang auf einer kleinen Insel mit weissem Sandstrand, die schon fast kitschig schön ist. Das Tüpfelchen auf dem i war immer, wenn Jesse schnell im Palmenwald verschwand und mit frisch geknackten Kokosnüssen wieder zurück kam. Robinson lässt grüssen!

Wir wurden rundum verwöhnt. Die Ausrüstung wird vom und zum Boot geschleppt und auch grad angerödelt. Alles wird am Abend durch die Leute der Basis ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Als Aufgabe für den verwöhnten Gast bleibt nur noch die Kontrolle, ob alles da und gut angeschlossen ist – und das war es immer!

Was wir nicht empfehlen können, ist ein Ausflug mit den Miet-Fahrrädern. Erstens ist es relativ schwer, sich auf der Insel alleine zurecht zu finden, weil es absolut keine Strassenschilder gibt. Und die Bikes sind in einem doch eher schlechten Zustand. Bei uns hat es dazu geführt, dass wir (wie sich schlussendlich herausstellte) am völlig anderen Ende der Insel  mit einem platten Reifen gestrandet sind – und das ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Vorbeikommende Autos o.ä. sind Glücksache – wir hatten dieses Glück nicht. Aber zum Glück kennt auf dieser Insel jeden jeden und nach einigen Kilometern Fahrt haben wir ein Paar getroffen, das ein Handy dabei hatte und über Bekannte dem Resort melden konnte, wo wir uns befinden. Kurz vor Sonnenuntergang konnten sie uns dann dort aufladen. Ansonsten hätten wir die Nacht wahrscheinlich im Dschungel verbracht.

Auf Peleliu ist nur Bares Wahres – Kreditkarten werden hier nirgendwo akzeptiert. Traveller Checks in US $ gehören zum Bargeld und werden im Hotel akzeptiert. Empfang für ein europäisches Handy gibt’s in Mikronesien grundsätzlich nicht. Zwei von unseren Handys hatten aber während einigen Tagen ein Netz in Koror. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen und einfach damit rechnen, dass man einige Wochen von der Umwelt abgeschnitten ist, was wir als sehr befreiend empfanden.

Fazit: jederzeit wieder und genau so, wie wir es dieses Mal gemacht haben! Absolut geniales Taucherlebnis! Und ein herzliches Dankeschön an Michael Christ von Tauchertraum, der uns in allen Punkten bestens beraten hat. Wir kommen wieder ;-)

copyright Ruth Baumgartner Wülser 2009 zur Verfügung gestellt an tauchertraum.com copyright Ruth Baumgartner Wülser 2009 zur Verfügung gestellt an tauchertraum.com



















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