Tahiti

Tahiti gehört zu den Gesellschaftsinseln und ist die größte Insel ihres Archipels. Tahiti besteht aus zwei erloschenen Vulkanen, aus denen im Lauf der Zeit die beiden Inseln, Tahiti Nui (Groß-Tahiti) und die kleinere Insel Tahiti Iti (Klein-Tahiti) entstanden sind. Landschaftlich dominieren steile grüne Berghänge, wie die des Mont Orohena, die höchste Erhebung Tahitis mit 2.240 Metern. Die Bevölkerung hat sich entlang der Küstenlinie angesiedelt, das Inselinnere ist unbewohnt. Die wenigen Strände der Insel bestehen überwiegend aus schwarzem Sand, die weißen Strände vor den Hotelanlagen wurden meist künstlich angelegt.
Die geschäftige Hauptstadt Französisch-Polynesiens, Papeete, liegt auf Tahiti und zählt rund 20.000 Einwohner. Nach Papeete strömen jeden Tag Hunderte Touristen von den großen Kreuzfahrtschiffen, die im Hafen anlegen, in die Stadt. Das überschaubare Stadtzentrum bietet viele Möglichkeiten, um Souvenirs (oft „made in indonesia“) mit nach Hause zu bringen und (teilweise überteuert) schwarzen Perlenschmuck zu kaufen. Sehenswert ist jedoch sicherlich die große Markthalle im Innern der Stadt, in der im Erdgeschoss frisches Obst, Gemüse und Fisch und im Obergeschoss eine große Auswahl an Souvenirs, wie Holzstatuen und die typisch bunten Pareos feilgeboten werden. In Papeete befindet sich auch der internationale Flughafen des Landes, an dem jeder Gast, der nach Französisch-Polynesien reist, das erste Mal Südseeluft schnuppert und Bekanntschaft mit dem lieblichen Duft der weißen Tiare-Blume macht, aus dem die Blumenkränze geflochten werden, die jeder Neuankömmling um den Hals gelegt bekommt.

Tahiti Tiare

Rangiroa

Rangiroa, in der Landessprache „der große Himmel“, ist das größte Atoll Französisch- Polynesiens. Die riesige Lagune von Rangiroa ist 80 km lang, 20 km breit und bis zu 35 Meter tief. Ein Ring aus 240 Motus (kleine Inseln) umrunden die Lagune mit zahlreichen Kanälen hin zum offenen Meer.
Als die Inseln vor Millionen von Jahren noch gebirgig waren, konnten sich dort, wo von den Bergen Flüsse ins Meer mündeten, keine Korallenkolonien entwickeln. Diese Lücken im Riff sind die heutigen Passagen zwischen Lagune und Meer. Im Nordwesten des Atolls sind mehrere Motus durch Brücken miteinander verbunden. Über diese Motus führt eine 10 km lange Straße, an der der Flughafen Rangiroas und die zwei Dörfer Avatoru und Tiputa liegen. Rangiroa ist eine der am meisten touristisch geprägten Inseln der Tuamotus. Zwei Hotels und zahlreiche Pensionen, ein paar Restaurants, kleine Supermärkte und Geschäfte, eine Tankstelle, Perlenfarmen und ein Weingut findet man in und zwischen den Dörfern Tiputa und Avatoru auf Rangiroa.

Tiputa-Pass Rangiroa
 
Tauchen in Rangiroa

Tauchen in Rangiroa machen in erster Linie Tauchgänge in den beiden Pässen, dem Avotoru Pass und dem Tiputa Pass, aus.
Der berühmte Tiputa Pass mit seinen nicht zu unterschätzenden Strömungen bietet das ganze Jahr über spannende Tauchgänge. Je nach Jahreszeit trifft man hier unter Wasser neben den üblichen Riffbewohnern verschiedene Tiere an. Von Dezember bis Februar paaren sich die Adlerrochen und man sieht ganze Schulen auf dem ca. 60 Meter tiefen Plateau des Passes vorbeischweben. Dieses Spektakel lockt die großen Hammerhaie, auf deren Speiseplan u. a. Adlerrochen stehen. Im Mai findet dann die Paarungszeit der Grauen Riffhaie statt und im Juli und August die der Grouper. Ganzjährig sieht man im Pass zahlreiche Graue Riffhaie, Weißspitzriffhaie, Schildkröten und riesige Fischschwärme. Auch Delfine trifft man regelmäßig unter Wasser an und mit etwas Glück sind die intelligenten Tiere zum Spielen aufgelegt und begleiten die Taucher während des Tauchganges. In jedem Fall sieht man die Delfine jedoch vom Ufer des Tiputa Passes aus - zu bestimmten Tageszeiten - in der Mitte des Kanals springen.
Am Avotoru Pass dagegen steht Haifütterung auf dem Programm. In etwa 10 Meter Tiefe werden mit einem speziellen Köder Silberspitzhaie angelockt. Diese eleganten, scheuen Räuber bekommt man als Taucher eher selten zu Gesicht, dieser Tauchgang ist daher etwas Besonderes. An den Außenseiten der Kanäle und des Riffs kann theoretisch alles Große vorbeikommen. Vom Marlin bis zum Walhai ist alles möglich. In der Lagune Rangiroas warten einige Tauchplätze, wie z.B. das Aquarium, mit tausenden farbenprächtigen Rifffischen. Auch weiter entfernte Plätze mit schönem Korallenbewuchs werden von einigen Basen neuerdings angefahren.

Fakarava

Fakarava ist nach Rangiroa das zweitgrößte Atoll Polynesiens und steht als geschützte Biosphäre unter dem Schutz der UNESCO. Wer wunderschöne weiße Sandstrände, absolute Ruhe und einzigartige Tauchplätze sucht, ist in Fakarava richtig. Im Hauptort des Atolls, Rotoava, gibt es ein Hotel und eine Handvoll Familienpensionen.
Die Haupteinnahmequelle der rund 700 Einwohner Fakaravas ist die Perlenzucht. Im Süden des Atolls, direkt am Südpass in Tetamanu gibt es lediglich eine kleine Pension - Beschaulichkeit und Natur pur. Bevor dort vor einigen Jahrzehnten ein Wirbelsturm die Einwohner vertrieb, war das kleine Dorf Tetamanu am Südpass Fakaravas bewohnt. Man kann dort die älteste katholische Kirche Polynesiens aus dem Jahr 1874 besuchen, die ausschließlich aus Korallen gebaut worden ist und von den wenigen Verbliebenen regelmäßig mit Blumen geschmückt wird. Von Tetamanu aus lohnt sich ein Ausflug zu den „Sables Roses“, das sind ein paar kleine Motus am Rand des Atolls mit flach abfallenden puderweißen Sandstränden und ins Wasser ragenden Kokosnusspalmen, wie man sie nur der Werbung kennt, Südseefeeling ist garantiert.

Tauchen in Fakarava

Das Atoll Fakarava besitzt zwei Kanäle, die den Wasseraustausch zwischen Meer und Lagune regeln. Der Südpass bei Tetamanu ist recht klein, der ca. 800 Meter breite Nordpass Garuae dagegen ist der größte Pass Polynesiens und unterliegt starken Strömungen.
Wunderschöne Hartkorallenlandschaften, unzählige Graue Riffhaie, Barrakudaschwärme, Napoleons und generell viel Fisch erwarten den Taucher im Kanal des Nordpasses. An den ruhigeren Außenseiten des Atolls begegnet man überwiegend Mantas, Delfinen, Grauen Riffhaien und Babyhaien. Und nicht vorhersehbar, natürlich auch allem anderen Großen, was im Meer schwimmt.
Ein wahres Weltklassestauchgebiet erwartet den Taucher am Südpass Fakaravas, der auch für Anfänger gut geeignet ist. Der Kanal ist zwischen 15 und 35 Metern tief, bevor er an seiner Außenkante steil abfällt. Er ist geprägt von markanten Canyons und Korallenformationen, die zum Teil fast bis an die Wasseroberfläche reichen. Das kristallklare Wasser und der enorme Fischreichtum suchen selbst in Polynesien seines Gleichen. Wolken von Schwarmfisch, soweit das Auge reicht. Napoleons in allen Größen, Hunderte von Grauen Riffhaien im Kanal, Schwarzspitzenriffhaie, mit etwas Glück auch Silberspitz- und Zitronenhaie. Der Südpass kann sowohl bei ein- als auch bei auslaufendem Wasser betaucht werden.

Fakarava Fakarava-Motu

Moorea

Die grüne, bergige Insel „Moorea“ gehört zu den Gesellschaftsinseln und heißt aus der Landessprache übersetzt „gelbe Eidechse“. Die hohen grünen Berge Mooreas sind die sichtbaren Überreste einer Kette von Vulkanen, die zum Teil bereits eingebrochen sind und die Täler auf der Insel bilden. Umrundet wird Moorea von Korallenriffen. Die Insel hat einige wenige kleinere weiße Sandstrände zu bieten, hauptsächlich im nördlichen Teil der Insel.
Auf einer Fläche von 132 qkm leben auf Moorea ca. 14.000 Einwohner. Tahiti, die größte Insel Französisch - Polynesiens, liegt nur 17 km von Moorea entfernt in Sichtweite und ist mit dem Flugzeug, das tagsüber im Halbstundentakt die beiden Inseln verbindet, in 7 Minuten erreicht, mit einer der Schiffsfähren braucht man ca. eine halbe Stunde.

Moorea-Lagune Moorea

Rund um die Insel führt eine ca. 60 km lange geteerte Straße. Diese Straße fährt man entweder vom Flughafen aus im oder gegen den Uhrzeigersinn herum. Als Orientierung helfen die km Angaben an den Steinen neben der Straße (PK), diese geben jeweils die aktuelle Entfernung zum Flughafen (km 0) an. Unbedingt sollte man sich bei einem Aufenthalt auf Moorea für einen Tag ein Auto oder Motorroller leihen oder an einen Tagesausflug mit einem Bus teilnehmen. Denn nur so hat man die Möglichkeit die ganze Schönheit der Insel kennenzulernen. Vom Aussichtspunkt „Belvedere“, den man nicht verpassen sollte, hat man einen herrlichen Ausblick auf die beiden großen malerischen Buchten der Insel: die Opunoho Bay und die Cooks Bay. An den fruchtbaren Berghängen und Tälern wird auf großen Plantagen Ananas angebaut, die in der Fabrik „Jus de Fruits de Moorea“ größtenteils zu Saft verarbeitet werden. Ein Stop bei der Verkaufsboutique „Manutea“ der Fabrik lohnt sich, es werden kostenlose Proben der verschiedenen Säfte, Liköre und Schnäpse auf Anfrage verteilt und es gibt eine große Auswahl an lokalen Spezialitäten zu kaufen. Die Landwirtschaftsschule auf Moorea bietet durch ihre Farm und Plantagen kostenlose Führungen an. Auf diesen ein- bis zweistündigen Wanderungen kann man viel über den Anbau der verschiedenen Nutzpflanzen lernen. Auf der Farm werden u. a. Marmeladen, frische Fruchtsäfte, Vanilleschoten, Kaffeebohnen und Eiscreme zum Kauf angeboten.
Zwei sehenswerte Wasserfälle gibt es auf Moorea, die man vom Dorf Afareaitu aus in einem halbstündigen Marsch durch tropischen Wald erreicht. 

Tauchen in Moorea

Die Tauchplätze Mooreas liegen überwiegend im nördlichen Teil der Insel rund um die Opunohu und die Cooks Bay. Moorea bietet Tauchplätze, wie den Außenrifftauchplatz „Tiki“, an dem man Schwarzspitzriffhaie und Graue Riffhaie beobachten kann und nur wenige schöne Korallenplätze, wie „Les Roses“. Attraktionen sind die Fütterungen der Zitronenhaie am Lemon Shark Valley. Hier werden mit Hilfe eines Thunfischkopfes die bis zu 3 Meter großen Zitronenhaie angelockt, die bis auf Armeslänge an die Taucher herankommen. Das eigentliche Highlight Mooreas sind für Taucher jedoch die von August bis Anfang November an der Küste vorbei ziehenden Buckelwale mit ihren Kälbern. Als einer der wenigen Plätze auf der Welt, hat man auf Moorea noch die Möglichkeit, mit den Walen ins Wasser zu dürfen, um mit ihnen zu schnorcheln. Ein ganz besonderes Erlebnis, das man nie vergessen wird!

Moorea-Stingray-Point Moorea-Wale

Französisch Polynesien

Tahiti und ihre Inseln, im Herzen des südpazifischen Ozeans – weiße Puderzuckerstrände, grüne Berge, Kokosnuss Palmen, Holzkanus mit kriegerisch bemalten Polynesiern, mit Südseeschönheiten in bunten Pareos, sich wiegend zur sanften Musik – (das Klischee) des Südseetraums schlechthin… Wer fängt da nicht an zu träumen!
Französisch-Polynesien ist flächenmäßig von seiner Ausdehnung her groß, so groß wie in etwa Europa, hat aber nur eine Landfläche von ca. 4.000 qkm. Die Inselwelt besteht aus 118 Inseln und Atollen. Diese unterteilen sich in 5 Archipele, die Gesellschaftsinseln, das Tuamotu-Archipel, die Marquesas-Inseln,  die Austral-Inseln und die Gambierinseln.
Alle Inseln und Atolle sind vulkanischen Ursprungs und erdgeschichtlich zum Teil sehr alt, wie z.B. die Inseln des Tuamotu-Archipels, von denen nach Jahrmillionen nur noch schmale, flache Inseln übrig geblieben sind. Sandstrände und Kokosnuss Palmen säumen heute die Inseln. Die Gesellschaftsinseln und die Marquesa Inseln sind dagegen erdgeschichtlich jünger, große grüne Vulkanberge und tiefe Schluchten mit Wasserfällen dominieren die Inseln.

Südsee Feeling Trauminseln

Französisch-Polynesien ist ein französisches Überseeterritorium und damit der EU angegliedert. Den französischen Einfluss spürt man an allen Ecken. Amtssprache ist französisch und englisch wird von den Einheimischen meist nur ungern oder gar widerwillig gesprochen. Noch ist der CFP-Franc die gültige Währung des Landes, allerdings ist die Einführung des Euro im Gespräch. In den Restaurants und Hotels überwiegen in der Küche europäische Einflüsse. So besteht das typische polynesische Frühstück aus Croissants, Baguette und Marmelade und dem obligatorischen „Cafe au lait“. In den etwas größeren Orten findet man überwiegend französische Restaurants und italienische Pizzerien vor. Die einheimische polynesische Küche, die in den weniger touristischen Gegenden und in vielen Pensionen zubereitet wird, wartet mit viel frischem Fisch und Reisgerichten auf.
Neben dem Tourismus ist die Zucht von schwarzen Perlen eine wichtige Einnahmequelle. Schöne Perlen und daraus handgefertigten Schmuck kann man auf den zahlreichen Perlenfarmen, die auch Besichtigungen anbieten, erwerben. Es gibt keine nennenswerte Industrie, es werden lediglich Kokospalmen, Gemüse, Kaffee und tropische Früchte angepflanzt.
Das Klima in Französisch-Polynesien ist aufgrund seiner Größe und Ausdehnung von Archipel zu Archipel verschieden. Auf den Gesellschaftsinseln und dem Tuamotu Archipel herrscht tropisches Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 27 Grad. Die Jahreszeiten sind den europäischen entgegen gesetzt. Das bedeutet, dass im dortigen Winter von Mai bis Oktober die Temperaturen etwas kühler und angenehmer sind. Tagsüber steigt das Thermostat selten über 28 Grad und nachts kann es bis auf 15 Grad abkühlen. Im Sommer von November bis April wird es dagegen richtig heiß und die Luftfeuchtigkeit steigt gegenüber den Wintermonaten deutlich an.

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