Philippinen Tauchreisen

Tauchen mit Nacktschnecken, Fuchshaien und Walhaien

Kleine, tropisch bewachsene Inseln mit schneeweißen Stränden und gastfreundliche, fröhliche Menschen machen die Philippinen zu einem beliebten Reiseziel für Tauchreisen.

Neben der einzigartigen Unterwasserwelt, gibt es auf den Philippinen eine Menge an Sehenswertem, wie z.B. die berühmten Reisterassen von Banaue und Batad und die Vulkane auf der Insel Luzon. Im „Puerto-Princesa Subterranean River“ Nationalpark auf Palawan befindet sich neben anderen Sehenswürdigkeiten der längste unterirdische Fluss der Welt!

Auf Bohol sind die Chocolate Hills die Attraktion, das sind 1.268 kegelförmige Kalksteinhügel mit einer Höhe von 40 bis 120 Metern, die sehr bizarr anmuten.

Die Philippinen, die aus 7.107 Inseln bestehen, liegen in Südostasien im westlichen pazifischen Ozean. Nur rund 2.000 der Inseln sind bewohnt. Die größten Inseln sind Luzon, Mindanao, Negros, Samar, Mindoro, Panay und Palawan. Die Hauptstadt der Philippinen ist Manila mit ca. 12 Mio. Einwohnern Die Bevölkerung des Inselstaates ist zu 90 % christlich.

Der Archipel ist in drei Inselgruppen unterteilt: Luzon, den Visayas (u.a. Palawan, Negros, Cebu, Leyte, Samar, Masbate, Bohol) und Mindanao (u.a. Mindanao, Basilan, Jolo).

Die Philippinen gehören zu den ärmeren Ländern, wobei ein deutliches Nord-Südgefälle im Wohlstand der Einwohner erkennbar ist. Während der Bereich um die Hauptinsel Luzon eher über eine exportorientierte Industrie verfügt (Textil- und Elektroindustrie), lebt die Bevölkerung im Süden des Inselstaates um Mindanao lediglich vom Reisanbau. Etwa 40 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Vor allem in den Großstädten gibt es ausgedehnte Slums, Prostitution ist ein großes Problem.

Wasserbüffel

Tauchen auf den Philippinen

Die Philippinen zählen schon seit einigen Jahren zu den beliebtesten Reisezielen in Südost-Asien. Dennoch findet man auf den 7.107 Inseln immer noch viele Plätze, an denen Massentourismus ein Fremdwort ist und wo man eine intakte Unterwasserwelt vorfindet.

Die Philippinen sind in erster Linie ein Unterwasserparadies für Makroliebhaber. Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten. Seepferdchen, Anglerfische, Schaukelfische, Mandarin- und Geisterfetzenfische stehen auf der Tagesordnung. Aber auch Begegnungen mit größeren Arten, wie Schildkröten, Barrakudaschwärmen und Riffhaien sind an exponierteren strömungsreichen Plätzen möglich.

Tauchen in Malapascua

Neben den für die Philippinen typischen wunderschön bewachsenen Korallengärten bietet Malapascua auch Tauchplätze, die eine reelle Chance auf Großfisch versprechen. Der bekannteste davon ist die ca. 8 km östlich liegende „Monad Shoal“. An dieser Untiefe erhebt sich der Meeresboden aus über 200 Meter Tiefe bis ca. 15 Meter unter die Oberfläche. Besonders bei Tauchgängen am frühen Morgen werden dort regelmäßig die scheuen Fuchshaie gesichtet. Aber auch Mantas sind häufige Gäste dort. An der benachbarten „Kimud Shoal“ besteht besonders in den trockenen Monaten März bis Mai auch die Möglichkeit Hammerhaie zu sehen.

Ein weiter Top-Tauchplatz ist Gato Island, ca. 16 km nördlich von Malapascua. Die als Schutzgebiet deklarierten Riffe um die Insel beherbergen eine große Vielfalt an marinem Leben. Bekannt ist Gato Island für seine reichen Vorkommen an gebänderten Seeschlangen. Diese äußerst friedfertigen Geschöpfe sind dort fast bei jedem Tauchgang anzutreffen. Ebenso trifft man häufig auf Sepien, Anglerfische, bizarre Geisterpfeifenfische, Großaugen-Makrelen und Blaupunktrochen. Für Makrofans hält Gato eine schier unendliche Vielfalt an Nacktschnecken, diversen Garnelenarten und Seepferdchen bereit. Gute Augen entdecken dort sogar Pygmäen-Seepferdchen! Aber auch Großfisch-Fans kommen auf ihre Kosten. Um die Insel herum patrouillieren zahlreiche Weißspitzen-Riffhaie. Man findet sie aber auch oft schlafend unter diversen Felsvorsprüngen oder in dem Tunnel, der die gesamte Insel durchzieht und der auch durchtaucht werden kann. Mit etwas Glück findet man aber auch mal einen Bambus- oder Katzenhai!

Ein weiteres Highlight ist der Tauchpatz „Lighthouse“. Hier trifft man täglich in den späten Nachmittagsstunden auf den vielleicht schönsten Fisch der Welt: den Mandarinfisch. Dehnt man den Tauchgang bis in die Dunkelheit aus, so bekommt man auch noch verschiede Krabbenarten und Garnelen zu Gesicht und mit etwas Glück auch den seltenen Blauring-Oktopus!

Mantas

Tauchen in Moalboal

Ca. 3 Stunden Autofahrt vom internationalen Flughafen in Cebu City entfernt, liegt das ehemalige Fischerdort Moalboal.

Der dort wohl bekannteste Tauchplatz ist Pescador Island. Die nur rund 100 Meter durchmessende Insel wird in ca. 15 Bootsminuten erreicht. Obgleich sie nur rund 5 Meter aus dem Wasser ragt, bietet sie üppig mit Hart- und Weichkorallen bewachsene Steilwände, die zunächst bis auf 40 Meter und dann schnell weiter bis ins bodenlose abfallen. Man trifft auf große Schwärme an Stachelmakrelen und Barrakudas.

Taucht man zum Beispiel durch die Kathedrale, einem vertikalen Tunnel, auf bis zu 35 Meter ab, kommt es häufig zu Begegnungen mit Weißspitzenriffhaien. Aber auch für weniger geübte Taucher und Schnorchler bietet Pescador im flachen, glasklaren Wasser farbenfrohe Korallengärten, kleine Höhlen und eine einzigartige Vielfalt an Makrolebewesen.

Das entlang der Küste Moalboals liegende Saumriff fällt schnell auf über 50 Meter Tiefe ab und bietet somit ebenfalls ausgezeichnete Bedingungen für unvergessliche Taucherlebnisse. Ein besonderes Erlebnis sind Nachttauchgänge, bei denen man Mandarinfische, Krabben, Garnelen, bunte Nacktschnecken, Anglerfische, Sepien und ungewöhnlich häufig spanische Tänzerinnen zu Gesicht bekommt. Diese werden sowohl am Hausriff, als auch an Pescador Island durchgeführt. Im Mai/Juni ist Walhaisaison, zu dieser Zeit werden die sanften Riesen vor Moalboal regelmäßig gesichtet. Im September hat man Chancen auf Mantas. Auch Delfine werden das ganze Jahr über gesichtet. Die Tauchplätze sind bis zu 65 Meter tief, die Sichtweiten betragen je nach Witterungsverhältnissen zwischen 15 und 40 Metern. Die Wassertemperaturen bewegen sich zwischen 26 und 29 Grad.

Frogfish

Tauchen in Cabilao

Die Insel Cabilao liegt westlich von Bohol und wurde bereits vor einigen Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt. Daher präsentiert sich die Steilwand, die die gesamte Insel umgibt auch in einem hervorragenden Zustand. Sie beginnt stellenweise bereits in 4 Meter Tiefe und fällt dann rasch auf bis zu 100 Meter Tiefe ab. Damit sind die Tauchplätze sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Die intakte Unterwasserwelt bietet neben bunten Korallengärten mit zum Teil riesigen Tischkorallen, Gorgonien und schwarzen Korallen, alles, was sich der Makroliebhaber wünscht. Vom Seegraspfeiferfetzenfische, über Garnelen, Schnecken, Anglerfische bis hin zum Pygmäen-Seepferdchen. An exponierten und strömungsreicheren Stellen hat man zudem die Chance auf Barrakudas, Napoleons, Adlerrochen, Schildkröten und Weißspitzenriffhaie. Besonders spektakulär sind Nachttauchgänge auf Cabilao. Das geübte Auge des Guides entdeckt häufig Himmelsgucker, Fangschreckenkrebse und Steinfische. Die Wassertemperaturen liegen je nach Jahreszeit zwischen 24 bis 30 Grad. Sämtliche Tauchplätze werden mit dem Speedboot in kürzester Zeit erreicht.

Es werden auch Tagesausflüge zu den Inseln Balicasag und Doljo angeboten, die etwa eine Bootsstunde entfernt liegen. Mehrtägige Tauchsafaris führen zu den Naturschutzgebieten Apo Island und Siquijor. 4- bis 10 tägige Touren finden ab vier teilnehmenden Personen statt.

Tauchen in Negros

Die Tauchplätze um Dauin auf der Insel Negros warten mit einer ganz besonders hohen Artenvielfalt auf. An den zahlreichen Tauchplätzen trifft man auf zum Teil riesige Schildkröten, Rochen, Napoleon-Lippfische, Seepferdchen, Harlekin-Geisterpfeifenfische, Sterngucker, viele verschiedene Arten von Nacktschnecken und eine große Auswahl an wunderschönen Weich-, Hart- und Fächerkorallen, große Schulen von Makrelen und Füsilieren. Auch Fangschreckenkrebse, Sepien, Anglerfische, Mandarin-Fische und verschiedene Arten von Skorpionfischen kommen häufig vor. Die Meeresenge zwischen Negros und Siquijor ist ebenfalls bekannt für durchziehende Delphine. Auch Walhaie werden immer wieder gesichtet.

Ein besonderes Highlight sind Tauchgänge rund um Apo Island, das man von Negros aus in ca. einer Bootsstunde erreicht. Die 12 verschiedenen Tauchplätze rund um die kleine, aber bergige Insel halten einem internationalen Vergleich durchaus stand! Es gibt verschiedene Steilwände, einige Hänge und leicht abfallende Riffe, alle voll von Leben! Besonders hervorzuheben sind die riesigen Korallengärten mit einer enormen Vielfalt an intakten Korallen. Einige Tauchplätze sind auch für Anfänger geeignet; in ersten Linie ist Apo Island aber ein Ziel für fortgeschrittene Taucher mit Strömungserfahrung. Negros liegt außerhalb des Taifun-Gürtels und ist deshalb für ganzjähriges Tauchen geeignet. Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr zwischen 27 und 31°C. Von daher ist ein dünner Nassanzug oder Shorty normalerweise ausreichend. Die Sichtverhältnisse sind normalerweise gut bis sehr gut.

Fangschrecken-Krebs

Tubbataha

Der streng überwachte Tubbataha Marinenationalpark wurde 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Er besteht aus 2 Korallenatollen (Nord- und Süd-Tubbataha), die durch einen 8 Meter breiten Kanal voneinander getrennt sind. Die voll intakte Rifflandschaft fällt nach einem schmalen Flachbereich unmittelbar senkrecht bis auf 2.000 Meter Tiefe ab. An den farbenfroh bewachsenen Drop Offs patrouillieren große Schulen an Makrelen und Barrakudas. Weiß- und Schwarzspitzenriffhaie, sowie Graue Riffhaie und Schildkröten trifft man sehr häufig an. Es bestehen aber auch gute Chancen Mantas, Adlerrochen und mit Glück auch Hammerhaien zu begegnen. Walhaie und Delfine sind ebenfalls regelmäßige Besucher des größten zusammenhängenden Riffsystems der Philippinen. Aufgrund der exponierten Lage in der offenen See muss zum Teil mit starken Strömungen gerechnet werden, die jedoch Grundvoraussetzung für die atemberaubende Artenvielfalt sind.

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