Malpelo Tourbericht vom 10.06. bis 23.06.2013
von Michael Christ - Sondertour mit der Yemaya

Mein 11. Besuch in Malpelo war es dieses Jahr und auch dieses Jahr kam ich zu dem Entschluss, es wird auch das 12. Mal geben. Eine tolle Gruppe, Massen an Fisch, Walhaie, Hammerhaie, Galapagoshaie und Seidenhaie begleiteten uns den ganzen Trip über.Im Folgenden eine Kurzfassung der Tour: 

Tauchplatz Bachon:
Wir tauchten mehrmals an diesem Platz. Wir saßen auf meist 30m Tiefe, umgeben von 24 bis 26 Grad warmem Wasser. Moderate bis kräftige Strömung. Sichtweiten 12 bis 25m je nach Sonnenlichteinfall. Die Mehrzahl der Tauchgänge wartete auf mit Galapagoshaien, oftmals bis zu 15 Stück und mehr, die hier um die skurrilen Felsen patrouillierten. Über uns kreisten fast bei jedem Tauchgang Gruppen von Seidenhaien mit 20 bis 60 Stück, Hammerhaischulen zogen an uns oder über uns vorbei. Oftmals über 100 Tiere.

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Tauchplatz La Nevera:
„La Nevera“, eigentlich ein Garant für tolle Hammerhaibegegnungen enttäuschte zu Beginn der Tour. Nur einzelne Hammerhaie, einmal ein Walhai und die typischen Malpelo-Felsbewohner. An den letzten beiden Tagen jedoch explodierte hier das Leben. Die Putzerstationen aktivierten sich und wir konnten bei unseren Tauchgängen 60 Minuten lang den Blick auf die Hammerhai Autobahn richten. Riesige Schulen, die an uns vorbei zogen und kleinere Gruppen von 10 bis 20 Tieren, die sich an der Putzerstation einfanden, um ihre Parasiten los zu werden. Beim Austauchen im Freiwasser sehr häufig Seidenhaischulen von 30+ Tieren und Gelbflossen Thunfische in Gruppen von ca. 1.000 Tieren. Die Überraschung jedoch für mich war die Sichtung eines „Blacktip Sharks“. Bedingungen: Kaum Strömung, Wassertemperatur 25 bis 27 Grad, Sichtweiten 15 bis 25m.

 

Tauchplatz La Gringa:
„La Gringa“ war wie „Nevera“ enttäuschend gegenüber den Vorjahren, aber auch hier nahmen die Sichtungen gegen Ende der Tour stark zu. Seidenhaischulen und Adlerrochen waren hier die Hailights bei so gut wie keiner Strömung und 26 Grad Wassertemperatur und 20 bis 30m Sichtweite.La Ferreteria:
Immer wieder ein geiler Platz zum Tauchen. Dieser winzige Nadelkopf war wieder Heimat von riesigen Fischschwärmen, Thunfischen, Jacks und beim Austauchen sichteten wir erneut Seidenhaischulen mit 50+ Tieren. Aber der Grund des Tauchgangs hier waren die riesigen Drachenköpfe und vor allen die Muränen, die hier oftmals in Gruppen von bis zu 10 Tieren aus den Löchern hängen. Sichtweiten ca. 20m. Wassertemperatur 24 bis 26 Grad mit auffrischender Strömung.

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Tauchplatz Tres Mosquetere:
Die „Musketiere“ oder besser gesagt unsere Tauchgänge machten wir meist am „D`Artagnan“. Mäßige Strömung bei Sichtweiten von 20 bis 25m, die rapide absank, umso näher man sich der Wolke an Jacks näherte. Schließlich fressen Abertausende Tiere so einiges, was sie wieder loswerden müssen. Das zog auch zweimal einen Walhai an, Seidenhaie zogen an der Oberfläche vorbei, Galapagoshaie patrouillierten am Sandgrund und vereinzelt kreuzten Hammerhaie unsere Bahnen. Ein absolutes Spektakel ist es mit einer Gruppe von 8 Tauchern in die Fischsuppe einzutauchen und dreht man sich um, ist niemand mehr da. Nur 4m weiter schwimmt mein Buddy und ist schlichtweg umgeben von Jacks, die den Tag zur Nacht werden lassen. Ganz vergessen hätte ich da bald den „Altar“ der „Rainbow Runners“. Ein Fels auf 30m Tiefe, an dem sich „Rainbow Runner“ scheuern, um sich von den Plagegeistern zu befreien. Immer wieder ein megageiler Tauchplatz.

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Tauchplatz Castaway:
„Castaway“ bescherte uns den ersten Walhai der Tour, der gemütlich in 5 Meter Entfernung an uns vorbei schwamm, als wir gerade fasziniert auf die riesige „Snapper“ Schule staunten, die immer wieder von Galapagoshaien durchkreuzt wurde. Sichtweiten 12 bis 25 Meter. Wassertemperatur 24 bis 27 Grad. Moderate Strömung.

Tauchplatz Aquarium:
„Aquarium“ war während dieser Tour ein Top Platz. Keine bis starke Strömung war vorzufinden bei unseren Tauchgängen. Sichtweiten von 10 bis 25 Meter bei meist 26 Grad Wasser Temperatur. Kaum hatte man Position bezogen auf 26 Meter Tiefe an der Putzerstation ging das „Köpfe rollen“ los. Wo immer man seinen Blick hinrichtete, es gab was zu sehen. Über uns Gruppen an Seidenhaien von 50+ Tieren, Thunfischschwärme von tausenden Tieren, „Red Snapper“ Schwärme von ebenso tausenden an Tieren, einzelne Hammerhaie, aber die Stars waren die Walhaie. Bei vielen der Tauchgänge waren sie die Hailights. Mal warteten sie schon beim Abtauchen, mal fanden Sie sich kurz nach Positionsbeziehung an der Putzerstation ein und manchmal überraschten sie beim Austauchen begleitet von ein paar Seidenhaien. Top war aber ein Tauchgang mit 2 Walhaien, wovon einer 20 Minuten wie angewurzelt in der Strömung inne hielt. Man schaut in die Fischsuppe und hat im Hintergrund wie eine Tapete an der Wand einen Walhai im Genick. Die Walhaie motivierten dann auch die Damen unserer Gruppe einen Walhai Tanz zu kreieren.

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Fazit:
Nach 11 eigenen Touren kann ich sagen, war auch dieses Mal Malpelo so, wie man es erwartet hatte. Es ist jedes Mal etwas anders, aber jedes Mal wieder ein Hailight in meinem Taucherjahr. Seidenhaie waren förmlich überall. Thunfische in der Zahl und Häufigkeit, die Sichtung des „Blacktips Sharks“ und vor allem die Häufigkeit der Walhaisichtungen sind heraus zu heben gegenüber vergangenen Touren. Und ja, Hammerhaie gab es noch bei jeder Tour ausreichend!

 

 

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Malpelo Report

Walhai Malpelo
Juni 2013